Kleidersammlung: Kolpingfamilie hofft auf zahlreiche Spenden

10.09.2012 - WIESBADEN

Von Natalie Eichinger

Vom 10. bis zum 21. September heißt es wieder aussortieren und spenden, wenn das Kolpingswerk der Diözesen Fulda, Limburg und Mainz ihre Kleidersammlungen starten. Während dieses Zeitraums können Kleiderspenden bei folgenden Adressen in Wiesbaden abgegeben werden: im Roncalli-Haus in der Friedrichstraße 26-28, täglich von 8.30 Uhr bis 21.30, und im Kolpingzentrum Wiesbaden in der Dotzheimer Straße 24-26 montags, donnerstags und freitags von 19 Uhr bis 21.30 Uhr.

Stefan Fink, erster Vorsitzender der Kolpingfamilie Wiesbaden-Zentral, hofft auf ähnlich viele Spenden wie bei vorangegangenen Sammelaktionen. „Von Jahr zu Jahr wird mehr abgegeben“, freut er sich.

Viel Unterschiedliches

Auf die Frage, ob sich solche Aktionen wegen der immer zahlreicher werdenden Kleidercontainer noch rentierten, antwortet er mit Zuversicht: „Die Leute verbinden ein gewisses Vertrauen mit dem Namen Kolping. Deshalb lohnen sich solche Kleidersammlungen immer wieder.“

Der Zustand, der abgegebenen Kleidung sei, so Fink, sehr unterschiedlich. Neben hochqualitativer Markenware in gutem Zustand würden auch stark beschädigte und sehr zerschlissene Sachen abgegeben.

Alle Spenden werden im Anschluss der Kolping Recycling GmbH zugeschickt, die für die Kleidung einen angemessenen Betrag bezahlt. Die Kolping Recycling GmbH sortiert zunächst die gesammelten Kleidungsstücke und versucht diese weitestgehend zu verwerten. Stephan Kowoll, Geschäftsführer des Unternehmens, schätzt, dass bis zu 40 Prozent der gespendeten Sachen in gutem Zustand sind und weiterhin getragen werden könnten. Er weist jedoch auch darauf hin, dass der Großteil an tragbarer Kleidung ins Ausland geliefert werde, da die Nachfrage nach Gebrauchtem in Deutschland sehr gering ist.

Spende für Jugendwohnen

Rund die Hälfte der abgegebenen Kleidung sei hingegen in keinem tragbaren Zustand mehr und werde daher recycelt, erzählt er. Meist würden daraus Gebrauchsgegenstände wie beispielsweise Polierlappen für die Automobilindustrie hergestellt. Ungefähr Prozent der abgegebenen Sachen sind laut Kowoll so beschädigt oder verschlissen, dass diese lediglich Restmüll darstellten.

Das Kolpingwerk verwendet das Geld der Kolping Recycling GmbH dann wieder für gemeinnützige Zwecke. Dieses Mal soll unter dem Motto „Auswärts zu Hause“ das Kolpinghaus Frankfurt unterstützt werden.

Um Jugendlichen, die fernab der Heimat eine Ausbildung, ein Praktikum oder ein Studium absolvieren, mehr als nur einen Schlafplatz zu bieten, hat das Kolpinghaus die Initiative „Jugendwohnen“ gegründet. Hier leben junge Erwachsene in Wohngruppen mit bis zu 14 Jugendlichen zusammen. Ihnen soll durch zahlreiche Freizeitangebote und intensive pädagogische Betreuung der Beginn eines neuen Lebensabschnitts in einer unbekannten Umgebung erleichtert werden.


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