DIE GESCHICHTE DER KOLPING-FASTNACHT
Historie
1885

Das Jahr 1885 ist das Geburtsjahr der Kolping-Fastnacht. Zur historischen Einordnung: Otto Fürst von Bismarck war Reichskanzler des Deutsches Reiches, und Gottlieb Daimler erhielt in jenem Jahr ein Patent auf den von ihm und dem Miterfinder Wilhelm Maybach auf „Standuhr“ getauften Viertaktmotor – einem Vorläufer des Motorrads.
Zehn Jahre nach Gründung des Katholischen Gesellenvereins (1875), dem Vorläufer der Kolping-Familie, schufen die Mitglieder eine Abteilung für Unterhaltung, Geselligkeit und Frohsinn und gaben ihr den Namen „Rauch- und Deklamations-Club“. Es wurden das Laienspiel und der Chorgesang gepflegt. Die Devise dieser Kolping-Gesellen war und ist bis heute bei den Kolping-Narren:
„Frohsinn und Scherz“.
Die Wandergesellen aus dem Rheinland brachten die Idee des Karnevals mit. Im Jahr 1885 wurde erstmals ein Elferrat aufgestellt und eine Narrensitzung abgehalten. Von da an hielt der „Rauch- und Deklamations-Club“ vom 11. 11. eines jeden Jahres bis zum Aschermittwoch Sitzungen ab. Nachdem 1895 der Gesellenverein sein eigenes Haus in der Dotzheimer Straße 24 bezogen hatte, wurde dort immer am Fastnachts-Dienstag eine närrische Sitzung abgehalten.
1885
um 1910
Der Weisse Ball
In eigenen Räumen entfalteten die närrischen katholischen Gesellen vielfältige Aktivitäten. Neben den Sitzungen, die sehr prunkvoll gewesen sein sollen, wurde besonders der „Weisse Ball“ veranstaltet, der stets um Mariä Lichtmeß stattfand. Diese rege Narrentätigkeit wurde durch den Ausbruch des 1. Weltkrieges 1914 jäh unterbrochen.
1926
1926
1935
Sitzung mit Garde 1935
Zum 50. Jubiläum im Jahr 1935 unter der Präsidentschaft von Josef Erbenich, der von 1933 bis 1966 als zweiter Sitzungspräsident der Kolping-Kampagne amtierte, konnte der Elferrat erstmals mit einer eigenen Garde aufziehen. Ein Festball, eine Prunksitzung und ein Kreppel-Kaffee waren die Höhepunkte. Dabei wurde dem Elferrat eine Präsidentenkette aus der Gründerzeit übergeben.
Nach diesem närrischen „Höhenflug“ folgte leider wiederum eine traurige Zeit: 1938 wurde dem Verein durch die Gestapo die Betätigung im Karneval verboten. Das Kolpinghaus war zuvor bereits von den nationalsozialistischen Machthabern in Beschlag genommen und vom Luftschutz bezogen worden. Im Leseverein sollte deshalb ein Kreppel-Kaffee stattfinden, doch dann kam das Verbot. 1000 Kreppel waren bereits gekauft. Teils konnten sie zurückgegeben werden, teils mussten die Kolpingschwestern und -brüder sie aufessen. Es folgte eine Pause von „1000 Jahren“ – 1939-1946.
Am 11.11.1946 kamen dann die ersten Unentwegten in der „Gustavsburg“ wieder zusammen. Es herrschte nach dem Kriegsende und der „Stunde 0“ noch tiefe Not. Jeder Teilnehmer musste zu der Veranstaltung zwei Briketts mitbringen, damit geheizt werden konnte.
Am Fastnachtsdienstag 1947 ging im „Schwalbacher Hof“ die erste Sitzung über die närrischen Bretter. Es folgten weitere Sitzungen im „Schwalbacher Hof“, in der „Wartburg“ (sogar bis zu drei Mal pro Jahr) und was man nicht für möglich gehalten hatte, eine Sitzung in der Bose-Aula (Elly Heuss-Schule) nur bei Stühlen, ohne Getränke. Aus dieser Zusammenkunft konnten 750 DM als Reinerlös an den Caritas-Verband übergeben werden.
1949
1949
1951
Sitzung 1951
1951 stieg unter dem Motto „Dehaam is dehaam“ wieder eine Sitzung im Kolpinghaus. Dem Elferrat wurde nun die Durchführung aller geselligen Veranstaltungen übertragen. Großer Beliebtheit erfreute sich der Kindermaskenball, der in Wiesbaden schnell zu einem Begriff wurde. Am Fastnachtsdienstag endete die Kampagne mit einem „Kehraus“ als Lumpenball.
Freundschaft zu anderen Karnevalsvereinen wurde nachfolgend schnell geknüpft. Besonders enge Verbindungen bestanden dabei zur Wiesbadener Prinzengarde. Viele Jahre hindurch hatte die Prinzengarde eine Ehrengarde und den Fanfarenzug beim Einzug des Elferrates gestellt.
1960 - 1970
Lehrbrief von Helmut Budde
In den 1960er und 1970er Jahren erlangte die jährliche Kampagne der Kolping-Familie Wiesbaden-Zentral Kontinuität und Tradition. Josef Erbenich übergab das Amt des Sitzungspräsidenten nach 33 Jahren 1966 an Hans Petschat, der bis 1979 der Kopf des Elferrates war. Ihm folgte 1980 Helmut Budde. Unter seiner Präsidentschaft wurde 1984 der „Kleine Rat“ gegründet, ein Gremium, das fortan für alle organisatorischen Aufgaben und Planungen zuständig war und bis heute ist.
1960 - 1970
1984
Der Dukatenorden
Die Kampagne 1984 war ein besonderes Ereignis, da der Elferrat sein 99jähriges Bestehen feiern konnte – jedoch leider immer noch nicht in eigenen Räumen, sondern im Piushaus, dem Gemeindehaus der Katholischen Pfarrei Dreifaltigkeit, eine Tatsache, die nachfolgend so mancher Narr in seinen Vorträgen aufgriff, wenn er darauf verwies, dass man sich abgekürzt in den Räumlichkeiten der „K.P.D.“ befinde… Aus Anlass des 99. Gründungsjubiläums wurde zudem ein Förderkreis ins Leben gerufen und der „Dukaten-Orden“ als weitere Auszeichnung gestiftet.
1985
Mit ungebrochener närrischer Kraft und Leidenschaft steuerte der Elferrat dann ins Jahr seines 100-jährigen Bestehens. Ein Jahrhundert Kolping-Narretei war vergangen, eine lange Zeitspanne, in der Kolping-Narren nicht nur ihre eigene Fastnacht, sondern auch das Fastnachtsgeschehen in Wiesbaden mitgestaltet und nachhaltig geprägt haben. Die Folgejahre waren von dem Bemühen gekennzeichnet, die Kolping-Fastnacht als feste Institution zu stabilisieren, das Niveau zu halten oder gar zu verbessern sowie die Kontakte zu anderen Korporationen auszubauen oder zu festigen.
1985
1988
Am 11.11.1988 konnte der Elferrat erstmals wieder eine Veranstaltung in eigenen Räumen, dem Kolping-Zentrum, durchführen. Ebenso wurde und wird der mittlerweile legendäre „Närrische Frühschoppen“ dort durchgeführt.
1990
Zwei Kampagnen später, am 16.11.1990, wurde die Verbindung zur Wiesbadener Prinzengarde durch die Gründung einer „Narrenbrüderschaft“ weiter gefestigt. Im gleichen Jahr legte Sitzungspräsident Helmut Budde nach 11 Jahren sein Amt nieder. In der Kampagne 1990/1991 präsidierte in der Kappensitzung am 12.01.1991 erstmals sein Nachfolger Stefan Fink. Die Kampagne war allerdings von den kriegerischen Ereignissen am Persischen Golf überschattet. Nach dem 12. Januar wurden alle närrischen Veranstaltungen abgesagt. Zwei Jahre später, 1993, wurde neben der traditionellen Kappensitzung mit einem ausgezeichneten Programm erstmals am Fastnachtssamstag eine „Hinterhaussitzung“ im Kolping-Zentrum veranstaltet. Als weitere Aktivität wurde auch wieder eine Seniorensitzung (Kreppel-Kaffee) durchgeführt, die großen Anklang fand.
1990
1993
Orden zur Seligsprechung von Adolph Kolping
In der Kampagne 1992/1993 gab es zudem einen besonderen Orden: Mit dem Emblem des Kolpingwerkes (Petersdom und entsprechender Inschrift) erinnerte er an die vorangegangene Seligsprechung des Gesellenvaters Adolph Kolping. Der Orden fand große Aufmerksamkeit und wurde auch an Papst Johannes Paul II. nach Rom übersandt. Das Dankesschreiben aus dem Vatikan ist im Kolping-Zentrum zu bewundern.
1994
Jubiläumsorden 111 Jahre Elferrat
Am 27. Mai 1994 wurde der Elferrat der Kolpingfamilie Wiesbaden-Zentral in die Dachorganisation Wiesbadener Karneval aufgenommen. Die Kolpingnarren wollten dokumentieren, dass sie für die Belange der Wiesbadener Fastnacht eintreten und dass ihre närrische Brauchtumspflege ein Teil der Wiesbadener Fastnacht ist. In der Kampagne 1994/1995 feierte der Elferrat zugleich ein großes und seltenes Jubiläum, sein 111-jähriges Bestehen.
111 Jahre Kolping-Fastnacht, das bedeutete mehr als ein Jahrhundert Kolping-typische Narretei und 111 Jahre Pflege des fastnachtlichen Brauchtums. Stets waren die Kolping-Narren um traditionelle, bodenständige und volksnahe Fastnacht bemüht – für aufgesetzte, kommerzielle Fröhlichkeit war nie Raum.
Der „Jubiläumsschwung“ setzte sich in den folgenden Kampagnen fort. Stets gut besuchte Veranstaltungen – vor allem die Kappensitzungen – mit niveauvollem Programm lösten große Begeisterung bei den Närrinnen und Narrhallesen aus. Ein Gastspiel einer „Guggemusik“ aus Basel bildete dabei beispielsweise den Glanzpunkt einer Hinterhaussitzung. Ebenso bereicherte auch wieder ein „Kolping-Ballett“ das Programm. In der Kampagne 1996/1997 feierte die neugegründete Tanzgruppe „Die Waschbären“ auf Anhieb große Erfolge.
1994
2000
Die Kolping-Rakete mit dem Kolping-Spielmannszug Langquaid aus Bayern
Im Zeichen des Jubiläums „125 Jahre Kolping in Wiesbaden“ stand die Millenniums-Kampagne 1999/2000. Sowohl die Eröffnungsschau „Kolpings-Straußwirtschaft“ wie auch die Jubiläums-Kappensitzung wiesen ausgezeichnete Gestaltung und bestes Programm auf. Dies galt selbstverständlich wieder auch für den Närrischen Frühschoppen im Roncalli-Haus. Erfolgreich war auch die Teilnahme am Wiesbadener Fastnachtssonntags-Umzug mit einem neuen Komitee-Wagen in Form einer Rakete und dem Kolping Showballett auf einem Kinderkarussell. Musikalisch begleitet wurden die Kolping-Narren vom Kolping-Blasorchester Neckarsulm.
In der Kampagne 2000/2001 präsentierte sich erstmals ein Damenkomitee in der Kolping Gala-Kappensitzung. Am 2. April 2001 legte der ehemalige Sitzungspräsident Helmut Budde das Amt des 1. Vorsitzenden des Elferrates nieder. Er wurde nachfolgend zum Ehrenvorsitzenden des Elferrates ernannt. Zu seinem Nachfolger wurde Herbert Glöckner gewählt, der bis 2013 amtierte. Ihm folgte Klaus Bittmann von 2014 bis 2022.
Die Teilnahme am Fastnachtssonntags-Umzug in der 117. Kampagne 2001/2002 wurde zum großen Erfolg. Mit umgestaltetem Komitee-Wagen (verbesserter Rakete) erhielt der Elferrat den 1. Preis der DACHO für die gelungene Präsentation beim Zug.
2003 - 2005
Stefan Fink als Dieter Bohlen 2003
In den nachfolgenden Kampagnen 2002/2003 und 2003/2004 stellte Sitzungspräsident Stefan Fink sein närrisches Multitalent einmal mehr unter Beweis: So betrat er nach dem Vize-Weltmeistertitel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM 2002 in Japan und Süd-Korea als Rudi Völler die Bütt und setzte dem Ganzen ein Jahr später als „Dieter Bohlen“ noch einmal die Krone auf. Und auch sein Sohn Dominik Fink glänzte in der Bütt 2002/2003 als „Elvis“. Ebenso hatten die die Kolping-Narren „Strahlkraft“ beim Umzug 2003/2004: Der Kolping-Spielmannszug Langquaid e.V. unterstützte in wunderschönen Landsknecht-Uniformen und gab dabei nicht nur ein farbenfrohes Bild ab, sondern spielte auch zünftig auf.
Die Kampagne 2004/2005 brachte eine weiteres „Novum“: Erstmals gab es eine Büttenrede durch ein historisches Quartett – sozusagen eine närrische „Welt-Uraufführung: Die „1. Wiesbadener Bütten-Quadriga“ stand bei der Kolping-Gala-Kappensitzung auf der Bühne: Helmut Fritz von den Biebricher Wasserflöh‘ als Römer, Wolfgang Weimann von der Fidelen Elf als Ritter, Stefan Fink als Kaiser Wilhelm II. und Joe Mauer von den Sonnenberger Käuzcher als „Tourist“ – 2000 Jahre Wiesbadener Geschichte. Angeführt wurden die vier närrischen „Hochkaräter“ von dem „Nachtwächter“ Dominik Fink, der die historische Zeitreise moderierte. Horst Frankler verlas in dieser Kampagne sein letztes „närrisches Protokoll“.
2003 - 2005
2006
Jubiläumsorden 11x11 Jahre Kolping-Fastnacht
Das Jahr 2006 war wiederum ein besonderes, konnte die Kolping-Fassenacht doch ihr 121-jähriges Bestehen feiern. 11x11 Jahre standen Kolping-Narren bereit zum Kampf gegen Mucker und Philister sowie für „Frohsinn und Scherz“. Mit glanzvollen Veranstaltungen, einer schwungvollen Kampagnen-Eröffnungszeremonie, einem großartigen Jubiläumsempfang im Roncalli-Haus sowie einer gelungenen und glanzvollen Jubiläums-Gala-Kappensitzung im Bürgerhaus Wiesbaden-Sonnenberg mit Sitzungspräsident Stefan Fink als „König von Mallorca“ in der Bütt – und als i-Tüpfelchen erstmals mit einer Damensitzung. Den Abschluss bildete wiederum die Teilnahme am Wiesbadener Fastnachts-Umzug mit einem Komitee-Wagen, dem Spielmannszug Langquaid und einer Fußgruppe.
Die Kolping-Damensitzung, die jedes Jahr unter einem anderen Motto stattfindet, hat sich mittlerweile zu einem echten „Geheimtipp“ in Wiesbaden entwickelt, ist jedes Jahr ausverkauft und 2019/2020 in einen größeren Saal in der Heilig-Geist-Kirche umgezogen.
Ein buntes, abwechslungsreiches Programm konnten Sitzungspräsident Stefan Fink und sein Elferrat bei der traditionellen Kappensitzung im Roncalli-Haus in der Kampagne 2006/2007 präsentieren. Gemeinsam mit dem Vizepräsidenten Nils Bouwman und der Sitzungspräsidentin des Damenkomitees Isolde Zindel begrüßte Fink die Gäste im ausverkauften Saal. Er selbst schlüpfte dabei in die Rolle des Lügenbarons Münchhausen in der Bütt.
2009
Stefan Fink als Heino 2009
Zahlreiche einprägsame Büttenvorträge des Sitzungspräsidenten als „Verwandlungskünstler“ reihten sich in den Folgejahren an: Johannes Heesters (2008), Heino (2009), Udo Jürgens (2010), der „Handkäs-König“ (2011), der griechische Pleitier „Konkursious Pleiteopolous“ (2012), Karl Lagerfeld (2013), „Der Weltmeister“ (2015) sowie „Mr. Brexit“ (2017), „Der Hänsel von der Gretel“ (2018) und zuletzt „Lukas, der Lokomotivführer“ (2019), um nur einige zu nennen.
2009
2010
Die Mainzer Hofsänger 2010
In der Kampagne 2009/2010 konnte der Kolping-Elferrat sein 125-jähriges Bestehen feiern. Einem Jubiläumsempfang im Roncalli-Saal, bei dem CCW-Altpräsident und Kolpingbruder Klaus Groß die Laudatio hielt, folgte eine hochkarätige Jubiläums-Gala-Kappensitzung mit einem wieder immer „geschliffenen“ Vortrag vom Chef des Protokolls, Kolpingbruder Dr. Willem-Alexander van’t Padje, sowie dem eigentlichen musikalischen Höhepunkt schlechthin: „Die Mainzer Hofsänger“! Erstmals begleitete das Komitee die Kolpingkapelle Sögel aus dem Emsland beim Fassenacht-Sonntagszug.
2011
2010/2011 gründete sich auf Initiative von Kolpings Närrischem Botschafter Hans-Dieter März-Böttcher „Kolping’s Närrisches Corps“ – ein Sponsoren- und Unterstützerkreis für die Kolping-Fassenacht. Die erste Präsidentschaft übernahm Joachim Cäsar-Preller. Amtierender Präsident ist Dr. Willem-Alexander van’t Padje. Das Närrische Corps zählt rund 20 närrisch-fidele Mitglieder.
Bei den Fassenacht-Sonntags-Umzügen in den Jahren 2011, 2012 und 2013 erfuhr der Kolping-Elferrat musikalische Unterstützung vom Kolping-Blasorchester Kaiserslautern. Umgekehrt nahm eine Kolping-Delegation aus Wiesbaden an den Festlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum der „Lauterer“ in der Pfalz teil. In der Kampagne 2013 gab es zudem 11 Jahre Kolping-Damenkomitee zu feiern.
2011
2014
Orden zum 200. Geburtstag von Adolph Kolping 2014
2014 wurde zum 200. Geburtstag von Adolph Kolping das Kolping-Denkmal aus Köln auf den Hausorden geschmiedet, Stefan Fink brillierte einmal mehr in der Bütt zum Jubiläum des Gesellenvaters als „Wandergesell‘“ und die Kolpingkapelle Stromberg sorgte für musikalische Unterstützung beim Fassenachts-Sonntag-Umzug.
2017 - 2019
Die Humas 2017
In den Kampagnen 2016/2017, 2017/2018 und 2018/2019 sorgten wiederum Mainzer Narren für den musikalischen Höhepunkt bei den Kolping-Gala-Kappensitzungen: Thomas Neger, Enkel des legendären Ernst Neger, brachte mit seinen „Humbas“ den Roncalli-Saal zum Beben und ließ die närrischen Gäste mit seiner Ballade „Im Schatten des Doms“ in „Narrenträumen“ schwelgen.
2017 - 2019
2020 - bis heute
Jubiläumsorden 2026
Der Kampagne 2019/2020 kam im Nachhinein jedoch ungeahnt ein besonderer Stellenwert zu, denn nachfolgend brach die Corona-Pandemie aus und legte die Welt und somit auch das närrische Treiben „auf Eis“. Einem ersten „Lockdown“ folgten weitere, was zu einer Lähmung der Weltwirtschaft, des Handels, der Kultur und der Gesellschaft führte. Öffentliche Veranstaltungen, Feiern und Zusammenkünfte wurden abgesagt. Und so traf es auch die Wiesbadener Fassenacht: Die Narrenkappe blieb im Schrank und wurde durch die Nasen-Mund-Schutzmaske ersetzt.
Zwischenzeitliche, vorsichtige Ideen und Planungen für eine eingeschränkte, „kleine“ Kampagne mit entsprechenden Hygiene-Maßnahmen mussten im letzten Moment wieder in die Schublade gelegt werden. Der „Kleine Rat“ setzte jedoch in dieser Krisen-Situation eine Tradition mit Unterstützung von Kolpings Närrischen Corps fort: Die Produktion eines Kampagnen-Ordens, um zu dokumentieren, dass dem Närrischen Treiben „nur“ eine Zwangspause auferlegt wurde. Passend hieß es dazu auf dem Kolping Kampagnen-Orden 2020/2021: „Verstummt ist der Narrhallamarsch, die Kampagne ist im A…“ Ein klein wenig mehr Hoffnung machte das Motto auf dem Orden der Kampagne 2021/2022: „Maske runter, Kappe auf – bei Kolpings Narren geht’s bergauf!“ Bei der Jahreshauptversammlung des Kolping Elferrates im Mai 2022 wurde nach dem Rückzug von Klaus Bittmann mit Isolde Zindel erstmals eine Frau zur Vorsitzenden des Elferrates gewählt. Nach zwei abgesagten Kampagnen wurde mit der Kampagne 2022/23 „das närrische Leben“ wieder aufgenommen und fand mit der Jubiläumskampagne 2024/2025 einen weiteren denkwürdigen Höhepunkt.
Vor 1914 bis 1925 sind keine Namen von Präsidenten bekannt, die einem närrischen Komitee vorstanden.
Adolf Jordan 1926 bis 1932 und 1937
Josef Erbenich 1933 bis 1966
Hans Petschat 1967 bis 1979
Helmut Budde 1980 bis 1990
Stefan Fink seit 1991

















